Am Quell der Geschichte mit einem Studium der Archäologie
Wenn Sie sich für Geschichte interessieren, haben Sie bestimmt auch schon einmal über ein Archäologie Studium nachgedacht, Sie alter Schlawiner. Nichts bringt einen so nah an die Geschichte, wie sie selbst aus dem Boden zu befreien. Doch ist das Archäologiestudium in letzter Zeit schon in Verruf geraten, nicht zuletzt wegen kleiner Berufschancen nach dem Studium der Archäologie.Was beinhaltet das Studium Archäologie?
Man sollte sich nicht von dem Trugschluss leiten lassen, in einem Archäologie-Studium gehe es zu wie in einem Indiana-Jones-Film. Das Studium der Archäologie kann durchaus trocken sein, zum Beispiel bei der sogenannten Typologie, bei der man sich mit der Einordnung von Gegenständen beschäftigt. Zudem muss gesagt werden, dass man beim Studium Archäologie nicht besonders viele Goldmünzen und Tonkrüge ausgraben wird, sondern sich eher mit Bodenverfärbungen und anderen Indizien beschäftigt. Trotzdem werden in einem Bachelor des Archäologie-Studium auch grundlegende Kenntnisse zum Beispiel über die Römer und die Griechen vermittelt. Auch zum Grundverständnis der Archäologie gibt es Module.
Allerdings ist zu beachten, dass es das Studium Archäologie an sich nur selten gibt. Vielmehr gibt es viele Teilbereiche wie die Prähistorische Archäologie oder die Vorderasiatische Archäologie. Man muss aufpassen, dass man nicht die falsche Wahl bei seinem Archäologie Studium trifft, da der Name manchmal täuschen kann. So behandelt Industriearchäologie nur die Denkmäler aus der Zeit der Industrialisierung und ist damit Teil der Denkmalpflege. Zur Zeit des Magisters nahm man sich also mehrere Archäologie-Studium – Richtungen und war somit ein Spezialist auf mehreren Gebieten. Seit der Einführung des Bachelors ist dies nun anders geregelt. In der Regel spezialisiert man sich nach zwei Semestern oder erst nach dem Bachelor auf ein bestimmtes Teilgebiet. Die Promotion im Anschluss ist der Regelfall.
Man soll mit dem Studium Archäologie fundiertes Sachwissen auf mindestens einem der Teilgebiete der Archäologie und Methodenkompetenzen, also Kompetenzen, die einem das Forschen ermöglichen, erwerben. Die Teilnahme an einer oder mehreren Ausgrabungen gehört zum Sammeln praktischer Erfahrung auch zum Studium der Archäologie.
Die Archäologie kann, im Gegensatz zu vielen anderen Wissenschaften, eine langfristige Beobachtung von gesellschaftlichen Veränderungen anstellen und somit auf Gründe zur Entstehung von zum Beispiel Diktaturen schließen. Mit letzterem beschäftigt sich die Archäologie auch in jüngster Zeit.
Wie sehen die beruflichen Perspektiven aus?
Wie man sich sicher denken kann, sind die beruflichen Perspektiven für Archäologen nicht besonders gut. Trotzdem sollte man sich dadurch nicht von seinem Archäologie-Studium abbringen lassen. Wer seinen Beruf mit Leidenschaft und Herz ausfüllt, hat auch die Möglichkeit, eine Stelle zu finden. Man sollte nicht immer zu Lasten der Freude am Studium das wirtschaftlichere Fach wählen. Nun ist es aber natürlich nicht gänzlich perspektivenlos, sonst gäbe es den Beruf des Archäologen ja nicht. Promovierte Archäologen finden neben befristeten Stellen bei Ausgrabungen natürlich auch Jobs in der Denkmalpflege. Zudem bleibt immer noch die Lehre, also die Professur. Deshalb kann der passionierte Student in den meisten Fällen auch eine Stelle finden. Selbst die befristeten Stellen können ein vernünftiges Leben finanzieren, man denke auch an freie Journalisten, die ebenso kein festes Einkommen haben.
Es lohnt sich also durchaus, den eigenen Interessen nachzugehen und sich für ein Studium Archäologie zu bewerben.